Der Krankenstand muss nicht hoch bleiben!

Von Zeit zu Zeit werde ich in meiner Beratungstätigkeit in Unternehmen mit dem Thema Krankenstand konfrontiert. Seit Jahren beobachte ich dabei eine weitgehend unveränderte Situation: Der Krankenstand befindet sich auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Das ist umso auffälliger, da in allen Unternehmen sehr viel dafür getan wird, den Krankenstand zu senken. Es gibt das betriebliche Gesundheitsmanagement – in manchen Unternehmen wird dafür viel Geld ausgegeben. Permanent werden Verbesserungen an den Arbeitsbedingungen vorgenommen. Mittels Yoga- und Meditationskursen wird gegen den wachsenden Stress angearbeitet. Es gibt Modelle zur lebensphasengerechten Arbeitszeitgestaltung. Mit den Mitarbeitern werden sogenannte Rückkehrgespräche geführt, um Hinweise für eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu bekommen und das Bewusstsein für den Ausfallschaden zu schärfen. Führungskräfte werden am Krankenstand in ihren Bereichen gemessen. Und so weiter.

Es scheint alles nichts zu nützen. Der Krankenstand bleibt hoch. Wir scheinen akzeptieren zu müssen, dass die Menschen im Arbeitsprozess heutzutage Belastungen, vor allem Langzeitbelastungen, ausgesetzt sind, die ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten reduzieren. Salopp ausgedrückt: Die Leute sind ausgelutscht.

Durch Zufall fiel mir kürzlich eine Studie der Technischen Universität München in die Hände, die vielleicht einen interessanten Ansatzpunkt für die Besserung des Krankenstands in den Unternehmen bietet. Die Autoren gingen berechtigt – dafür sprechen zahlreiche Analysen – davon aus, dass die allermeisten Menschen mit Vitaminen und Mineralstoffen unterversorgt sind. Selbst wenn man dreimal am Tag Obst und Gemüse zu sich nimmt, würde das nicht ausreichen, den Bedarf unseres Körpers an diesen Stoffen zu decken. Und wer tut das schon? Die meisten Leute haben dafür kein Verständnis, keine Zeit, keine Gelegenheit oder alles zusammen.

Im Rahmen dieser Studie wurde nun in einem Unternehmen der Hälfte der Mitarbeiter über den Zeitraum von vier Monaten täglich vitamin- und mineralstoffhaltiges Getränk eines Nahrungsergänzungsmittels verabreicht. Ansonsten wurde an den Ernährungsgewohnheiten nichts verändert. Die andere Hälfte der Mitarbeiter bekam keine Zusatzstoffe, sondern ernährte sich weiter wie bisher. Das Ergebnis war überraschend und absolut eindeutig:

  • RĂĽckgang der Erkältungskrankheiten um 48 % gegenĂĽber der Kontrollgruppe.
  • RĂĽckgang der Arbeitsunfähigkeitstage um 75 % gegenĂĽber der Kontrollgruppe.

Das war eindeutig! Außerdem verbesserten sich neben Vitalität und körperlicher Funktionsfähigkeit auch die sozialen und emotionalen Fähigkeiten und das psychische Wohlbefinden.

Ich finde diese Ergebnisse ausgesprochen spannend. Vielleicht eröffnet sich hier ein einfacher und dazu noch kostengünstiger Weg, die belastungsbedingte Anfälligkeit der Menschen gegenüber Krankheiten auszugleichen. Die Vermutung liegt nahe, dass ein mittels Vitaminen und Mineralstoffen ausbalancierter Körper in höhere Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten entwickelt. Das wäre dann Hilfe zur Selbsthilfe, sozusagen.

Wenn Sie das interessiert, kann ich Ihnen gern Kontakte zu Experten auf diesem Gebiet vermitteln. Ansonsten wünsche ich Ihnen einen schönen Restsommer.