Teamentwicklung

Wie f├╝hrt man richtig? Wie trifft man nicht nur die richtigen Entscheidungen, sondern entscheidet auch so, dass alle Beteiligten nicht nur mit der Entscheidung, sondern auch mit ihrer Entstehung zufrieden sind? Entscheidet man autorit├Ąr, kooperativ, partizipativ oder wie?

Die beste Antwort auf diese Fragen ist immer noch: Kommt darauf an! Das mutet zwar auf den ersten Blick an, als wolle man sich vor der Antwort dr├╝cken, tr├Ągt aber der Praxis viel mehr Rechnung, als lehrbuchm├Ą├čige und mainstream-korrekte Ausf├╝hrungen. Nach meinen Erfahrungen ÔÇô und denen vieler anderer ÔÇô hat sich ein einfaches, pragmatisches Schema bew├Ąhrt, sozusagen eine Anleitung zum Denken.

Liebe Leser und Leserinnen meines Infobriefes,

die gr├Â├čte Herausforderung f├╝r eine F├╝hrungskraft ist es, wenn sie sich nicht auf einen offiziell legitimierten F├╝hrungsanspruch, zum Beispiel ein Weisungsrecht oder Disziplinarvollmacht, berufen kann. Dann muss sie ausschlie├člich als Person wirken, ├╝berzeugen, gewinnen, auch mal Druck machen. Und das wird umso schwieriger, je niedriger sie in der Hierarchie angesiedelt ist. W├Ąhrend ein Vice President ihm nicht Unterstellte noch mit einiger Leichtigkeit beeinflussen kann, kann das f├╝r den Shopfloormanager oder f├╝r einen Projektleiter im Betrieb extrem schwierig werden. Und genau mit diesem Klientel besch├Ąftigt sich Humanagement bei TeamManagerSupport, einem Programm, welches seit einigen Monaten extrem erfolgreich l├Ąuft. Ulrike Jasper berichtet im nachfolgenden Gastbeitrag ├╝ber einige ihrer Erfahrungen. Es lohnt sich zu lesen.

Wir alle spielen Rollen. Manche Rollen spielen wir gern, manche ungern. Die meisten Rollen jedoch ├╝bernehmen wir oder bekommen wir ├╝bertragen, ohne uns hinreichend ├╝ber deren Inhalte, Merkmale und Funktionen klar zu sein. Der schwerwiegendste Irrtum, in dem wir uns befinden k├Ânnen, ist jedoch der zu glauben, dass wir die Anforderungen an die ├╝bernommenen Rollen selbst ver├Ąndern k├Ânnten. Die Anforderungen an die Rolle ÔÇ×KindÔÇť werden von den Eltern und von der Gesellschaft gepr├Ągt. Wir selbst haben dabei kein Mitspracherecht. H├Ąufig genug geraten wir in Schwierigkeiten, weil wir den Rollenanforderungen nicht gen├╝gen.

Aufgabe von F├╝hrung ist es, die Faktoren zur Wirkung zu bringen, die letztlich den Erfolg eines Unternehmens gew├Ąhrleisten. Es gibt viele Erfolgsfaktoren, die f├╝r die Entwicklung und das Bestehen eines Unternehmens entscheidend sind.

Kommunikation bestimmt den gr├Â├čten Teil unseres Lebens. Sowohl in unserer Freizeit als auch in unserem Leben gelingt es uns nicht, nicht zu kommunizieren.

Kommunikation wird zu Recht als Schl├╝sselkompetenz f├╝r erfolgreiches Verhalten in sozialen Systemen bezeichnet. Diese k├Ânnen ohne Kommunikation ├╝berhaupt nicht existieren. In irgendeiner Form m├╝ssen Individuen und die verschiedenen Gruppen und Funktionen miteinander Informationen austauschen. Eine erfolgreiche Kommunikation f├╝hrt zu pers├Ânlichem Erfolg, beeinflusst Gruppen und Personen und die Motivation der Mitarbeiter. Auch Konfliktl├Âsung ist nur mit einer erfolgreichen Kommunikation m├Âglich. Au├čerdem k├Ânnen ├╝ber die Kommunikation Prozesse produktiv verbessert werden.

Wie kann man Konflikte l├Âsen? Wie kann man Konfliktparteien wieder aufeinander zu bewegen? Das sind die Kernfragen, die alle an Konfliktmanagement Interessierten bewegen. Wir werden diese Fragestellungen erweitern: Wie kann man Konflikte so steuern, dass sie n├╝tzlich f├╝r die Entwicklung der Beteiligten, des Teams und des Unternehmens sind?

Die Arbeit in Teams ist zunehmend zu einer entscheidenden Arbeitsform geworden, um die vielf├Ąltigen Anforderungen in unserer komplex gewordenen Arbeitswelt zu bew├Ąltigen. F├╝r F├╝hrungskr├Ąfte lautet die Frage: ÔÇ×Wie kann ich mit meinem Team optimale Leistungen erbringen?ÔÇť

Meine Mitarbeiter und ich wurden einmal von einem hessischen Pharmaunternehmen um Unterst├╝tzung gebeten, weil es dort Qualit├Ątsprobleme gab. Das Topmanagement hatte den Eindruck, dass sich die einzelnen Mitarbeiter einfach nicht genug f├╝r das Thema Qualit├Ąt interessierten. Zwar erf├╝llten die Mitarbeiter alle einschl├Ągigen Normen und lieferten tadellose Dokumentationen zu den Produktionsabl├Ąufen, aber es schien ihnen dennoch an echtem Qualit├Ątsbewusstsein zu fehlen. Hier schlummerten einige Potenziale, denn Prozesssicherheit und Prozessqualit├Ąt sind schlie├člich unmittelbar kostenwirksam. Wer gleich beim ersten Mal die richtige Wirkstoffmischung trifft, vermeidet Materialverlust und spart Nacharbeiten.