Change-o-Meter 2.0

Alle spüren, dass etwas in der Luft liegt. Die Konjunktur ist zwar nicht eingebrochen, aber immerhin abgebremst. Eine Rezession könnte auch für Deutschland kommen, muss aber nicht. Es könnte auch passieren, dass die Konjunktur wieder anspringt, zumindest in Teilbereichen. In vielen Unternehmen registrieren wir aktuell eine Zurückhaltung bei Investitionen, vorsichtiges Abwarten. Keiner weiß, was in den nächsten sechs Monaten tatsächlich passieren wird und wie sich die Bedingungen entwickeln werden.

Vor gut drei Jahren war die Situation ähnlich und wir hatten damals deshalb eine Studie über die Veränderungsfähigkeit deutscher Unternehmen durchgeführt. Das Ergebnis können Sie nachlesen unter http://www.humanagement.de/files/Abschlussbericht_Studie-Change-o-Meter.pdf.

Der Grundgedanke war, Veränderungsfähigkeit als Kernkompetenz von Unternehmen zu bewerten. Den Teilnehmern damals war klar, dass die wachsende Flüchtigkeit und Unbestimmtheit (Volatilität) wirtschaftlicher Rahmenbedingungen strategisches Vorgehen immer stärker unter den Vorbehalt plötzlicher Veränderungen stellt. Der Begriff „Schwarzer Schwan“, als Synonym für  unvorhersehbare Bedingungsänderungen mit großen Auswirkungen, hatte sich unter dem Eindruck von Globalisierung, Finanzkrise und geoökonomischen Machtverschiebungen zu etablieren begonnen.

Heute weiß fast jeder, dass viele Unternehmen vor der paradoxen Herausforderung stehen, auf Bedingungen vorbereitet sein zu müssen, die sie überhaupt nicht kennen können. Es geht um eine viel grundsätzlichere Form von Veränderungsfähigkeit, nämlich um eine Eigenschaft bzw. ein Bündel von Eigenschaften und Merkmalen, die das Überstehen vollkommen unerwarteter und nicht vorhersagbarer Krisen erlauben, quasi eine „genetische“ Disposition der Unternehmen. Wir haben 2010 den Begriff Changeability benutzt und diese Eigenschaft definiert als die zweckmäßige Balance zwischen Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit einer Organisation bzw. eines Unternehmens. Daraus entstand das Konzept von Change Excellence für solche Unternehmen, die bewusst, systematisch und kontinuierlich diese Balance herstellen und dadurch unter den Bedingungen hoher Volatilität bessere Chancen haben.[1] Diese Unternehmen würden nicht nur erdrutschartige Veränderungen besser überstehen als andere, sondern daraus sogar gestärkt hervorgehen – wahre Champions!

Die Studie des Jahres 2010 benutzte ein speziell entwickeltes Internet-Tool, das Humanagement  Change-o-Meter. Dieses Tool haben wir weiterentwickelt und unsere Erkenntnisse aus drei Jahren praktischer Changeability-Analyse in Unternehmen einfließen lassen, so dass wir jetzt noch differenzierter die aktuelle Situation der Veränderungsfähigkeit deutscher Unternehmen untersuchen können. Wir glauben, dass eine solche Wiederholungs-Studie gerade jetzt zum richtigen Zeitpunkt kommt, weil die Gesamtsituation gerade etwas „auf der Kippe“ steht. Da ist es wichtig, ein Gefühl für die Veränderungsfähigkeit des eigenen Unternehmens im beschriebenen, grundsätzlichen Sinne zu bekommen, und dies auch im Vergleich zu anderen Unternehmen zu bewerten. Das Change-o-Meter 2.0 ermöglicht Ihnen beides, eine Schnellanalyse Ihrer eigenen Situation und – durch die Ergebnisse der Studie, die im Herbst veröffentlicht und den Studienteilnehmern exklusiv zugehen werden – den Vergleich mit anderen. Mit der Beteiligung an der Studie tun Sie also nicht nur mir einen Gefallen, um den ich Sie ausdrücklich bitte, sondern auch sich selbst.

Hier ist der Link fĂĽr die Teilnahme: http://www.change-o-meter.de/itt

Starten Sie am besten gleich, es dauert nur 10 bis 15 Minuten.