Persönlichkeitsentwicklung

Durch einen Kollegen wurde ich angeregt, mich mit dem Thema „Vorbild“ zu beschäftigen. Ein wirklich interessantes Thema, denn wir sind ja immer Vorbild, ein gutes oder schlechtes oder irgendwie dazwischen. Meist ist uns das gar nicht bewusst, und wollen müssen wir es erst recht nicht. Aber irgendjemand schaut immer auf uns. Und richtet sich nach uns. Und schon sind wir Vorbild, ohne es zu merken. Es ist dabei völlig egal, ob wir es wollen oder nicht. Die Kinder schauen auf uns, aber auch Kollegen, Mitarbeiter, Jüngere in der Straßenbahn oder beim Spaziergang im Park. Stets wird unser Verhalten zum Vergleichsmaßstab für andere.

„Ich habe in meinem Unternehmen eine ganze Menge gut ausgebildeter, junger und talentierter Mitarbeiter, um die mich viele beneiden. Aber sie kriegen ihr geballtes Wissen einfach nicht auf die Straße. Solange alles einfach ist und theoretisch, finden sie supergute Lösungen, aber wenn dann die Alltagspraxis über sie kommt, ist es vorbei.“ Mein Gegenüber am Tisch eines kleinen Restaurants, in dem wir uns hin und wieder zu einem informellen Gedankenaustausch treffen, schaute beim diesen Worten ziemlich ratlos drein. Als ich dann meinte, dass seine jungen Mitarbeiter wohl mit der Komplexität ihrer Arbeitssituation nicht zurechtkämen, nickte er. „Können Sie denn nicht meinen Youngstern dieses komplexe Denken beibringen? Sie machen doch so etwas.“

Kürzlich bat mich der Geschäftsführer eines süddeutschen Unternehmens um meine Einschätzung zu einem Vorschlag seines Personalleiters. Dieser hatte festgestellt, dass die Mitarbeiter nicht genügend mit dem Unternehmen identifiziert seien und zur Behebung dieses Defizits ein kennzifferngebundenes Prämiensystem entwickelt. Der besondere Clou daran war, dass man den Mitarbeitern bei Erreichen bestimmter, im Einzelnen noch zu definierender Ziele nicht einfach nur Geld in die Hand drücken wollte, sondern kleine Goldbarren.

Beginnend im neuen Jahr werde ich in einer Rubrik "FourierReport" Informationen über meine Arbeit geben. Zwar hatte bisher schon alles Geschriebene irgendwie mit meiner Arbeit zu tun, aber langjährige Leser haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich eigentlich nie darüber berichte, was ich konkret tue, was mich dabei umtreibt und bewegt.

Wenn man sich, wie ich zur Zeit auf Sri Lanka, mal in einer komplett anderen Umgebung befindet und einem unüblichen Rhythmus folgt, ergeben sich mitunter völlig andere Sichtweisen auf die täglichen Probleme. Ich habe hier einen achtzigjährigen buddhistischen Mönch getroffen, der mir innerhalb von 10 Minuten seine Philosophie erklärt hat, oder zumindest eine Interpretation.

Das ist mein zweihundertster InfoService Ideen – Tipps – Trends! Zufällig fällt er zeitlich ziemlich genau mit dem 25-jährigen Firmenjubiläum der Humanagement GmbH zusammen. Also ein weiterer Grund, die Schulterklopfmaschine anzuwerfen.

In all den Jahren habe ich mich eigentlich immer nur mit einem Thema beschäftigt, wenn auch in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Mit Komplexität.

Liebe Leserin, lieber Leser meines InfoServices "Ideen - Tipps - Trends",

Sie haben lange nichts von mir gehört!

Dafür gibt es einen guten Grund: Ich nutze – neben allen anderen Verpflichtungen – jede freie Minute für mein neues Buchprojekt. Das Baby heißt „Schlau statt perfekt“. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie wir mit der wachsenden Komplexität, die wir nun einmal nicht verhindern können, besser zurechtkommen.

Liebe Leser und Leserinnen meines Infobriefes,

die größte Herausforderung für eine Führungskraft ist es, wenn sie sich nicht auf einen offiziell legitimierten Führungsanspruch, zum Beispiel ein Weisungsrecht oder Disziplinarvollmacht, berufen kann. Dann muss sie ausschließlich als Person wirken, überzeugen, gewinnen, auch mal Druck machen. Und das wird umso schwieriger, je niedriger sie in der Hierarchie angesiedelt ist. Während ein Vice President ihm nicht Unterstellte noch mit einiger Leichtigkeit beeinflussen kann, kann das für den Shopfloormanager oder für einen Projektleiter im Betrieb extrem schwierig werden. Und genau mit diesem Klientel beschäftigt sich Humanagement bei TeamManagerSupport, einem Programm, welches seit einigen Monaten extrem erfolgreich läuft. Ulrike Jasper berichtet im nachfolgenden Gastbeitrag über einige ihrer Erfahrungen. Es lohnt sich zu lesen.

TMS – TeamManagerSupport – ist ein Produkt, das wir Mitte des Jahres auf den Markt gebracht haben, um die unteren Führungsebenen in Unternehmen zu unterstützen. Besonders wenn die Wirtschaft boomt und die Unternehmen unter hohem operativen Druck stehen, ist diese Führungs-ebene besonders wichtig, aber auch besonders gefordert

Allein in den Jahren 1993 und 1994 wurden in Deutschland nach einer Studie der Personalconsulting-Firma Apec über 30.000 Managerstellen abgebaut. Dabei handelte es sich überwiegend um Vertreter des Mittelmanagements, welches eine wichtige Rolle bei der Führung der unmittelbaren Arbeitsprozesse zu erfüllen hat. Die Sinnhaftigkeit dieses Kahlschlags durfte man getrost anzweifeln, trotzdem wurde er unter dem Diktat von falsch verstandenem Lean Management durchgezogen. Inzwischen beklagt man vielerorts den Mangel an qualifiziertem und wirkungsvollem Shopfloor Management, vor allem auch vor dem Hintergrund demografisch bestimmten Ausscheidens vieler Erfahrungsträger ins Rentnerdasein.

Weihnachten naht und schon kommen einem Dinge in den Sinn, über die während des Jahrs kaum jemand nachdenkt. Apropos Denken. Das ist doch genau die Fähigkeit, die uns Menschen so besonders macht, zur Krone der Schöpfung, als die wir uns so gerne fühlen. Alles was uns ausmacht und von der restlichen Welt abhebt, ist letztlich Resultat menschlichen Denkens. Erst das Denken hat uns in die Lage versetzt, uns über alle anderen Spezies zu erheben und die Welt nach unseren Vorstellungen zu verändern, Fortschritt zu organisieren. Wenn das für so wunderbare Dinge wie warme Kleidung und Schuhe, Mode, Internet und Fernsehen und eben auch für das Weihnachtsfest gilt, dann gilt es selbstverständlich auch für die Dinge, die uns nicht so gefallen. Die Finanz- und Eurokrise zum Beispiel. Sie ist – wie eben auch die anderen negativen Erscheinungen in der Welt – letztlich auch Resultat menschlichen Denkens.

"Lerne ein Leben lang!" lautet die Devise.. Nur qualifizierte und stetig lernende Mitarbeiter erbringen herausragende Leistungen. Aber: Klassische Trainings und Seminare bedeuten im Normalfall, dass die Mitarbeiter für mehrere Tage gebunden sind. Zeit, die gerade in operativen Bereichen meist nicht zur Verfügung steht.
Wir haben deshalb nach Wegen gesucht, wie den Mitarbeitern kurz, knapp und wirksam die notwendige Fach- und Methodenkompetenz vermittelt werden kann. Das Ergebnis ist das Konzept der 30-MinutenTrainings.
Das folgende Anwendungsbeispiel zeigt die Entwicklung und praktische Umsetzung der 30-Minuten-Trainings in einem Produktionsstandort für pharmazeutische Produkte.

Der Erfolg eines Projektes hängt von den Mitarbeitern ab, die darin die Arbeit erledigen. Und zwar die konkrete Arbeit! Die Inhalte sind anspruchsvoll, der Zeitdruck steigt, das Arbeiten in virtuellen Teams stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Es geht um zuverlässige Organisation, qualifizierte Weiterleitung von Informationen, Kontrolle von Terminen und vieles mehr.
Hier sind gute Projektassistenten gefragt, aber die sind selten. Sie entstehen häufig eher zufällig durch langjährige Mitarbeit. Unternehmen, die eine gezielte Ausbildung der Projektassistenten vornehmen, haben deutlich höhere Projektleistungen.

Was ist das eigentlich? Der Begriff kommt immer mehr in aller Munde, und wie das dann häufig so ist, seine Bedeutung shiftet.

Kürzlich erzählte mir ein Freund, was ihm bei einem Spaziergang mit seiner Frau widerfahren ist. Sie beobachteten eine junge Mutter, die außer sich vor Wut auf ihr Kind einschrie und an ihm rumzerrte. Mein Freund war von dem Anblick ziemlich aufgewühlt, zumal die Beobachtete außerdem auch noch sehr unappetitlich aussah, schmutzig, fett und in unsauberer Kleidung. Auch das Kind machte einen verwahrlosten Eindruck. Er erzählte mir, dass in ihm Empörung aufstieg und er sich gerade heftig einmischen wollte, als ihn seine Frau beim Arm nahm und sagte „Siehst du nicht, wie überfordert sie ist!“.