Humanagement Blog

Dr. Stefan Fourier in Ideen-Tipps-Trends

Im vergangenen Jahr habe ich mich hier vorrangig mit zwei Themenkomplexen beschĂ€ftigt: Changeability als strategische Option und praktisches Change-Instrument einerseits und andererseits mit verschiedenen Möglichkeiten zur UnterstĂŒtzung der unteren Managementebenen und den damit erzielbaren Resultaten. Mit der ersten Ausgabe des ITT im Jahre 2015 beginnt eine kleine Serie ĂŒber Projektmanagement.

Diskussionen ĂŒber Unternehmenskultur verlaufen oft nebulös. Es gibt auf diesem Feld zu wenig „ZDF“: Zahlen – Daten – Fakten. Deshalb werden viele Worte gemacht, denen zu wenige konkrete Taten folgen.

Die Ermittlung des Changeindex beruht auf 30 EinschĂ€tzungen, die fĂŒr ein Unternehmen bzw. einen Unternehmensbereich zu bestimmten, die VerĂ€nderungsfĂ€higkeit in Teilaspekten charakterisierenden Merkmalen vorgenommen werden mĂŒssen. Die eine HĂ€lfte dieser EinschĂ€tzungen bezieht sich auf StabilitĂ€tsmerkmale (z.B. Regelung der Verantwortlichkeiten, Sicherheit des Arbeitsplatzes, robuste Prozesse), die andere auf FlexibilitĂ€tsmerkmale (z.B. Lernbereitschaft der Mitarbeiter, Informationsfluss, operative Änderungen).

KĂŒrzlich berichtete mir eine junge Dame ganz stolz, dass sie jetzt auch Change Management anbietet. Auf mein interessiertes Nachfragen stellte sich heraus, dass sie Menschen bei der VerĂ€nderung ihrer ErnĂ€hrungsgewohnheiten hilft. Das ist ja nun sicher sehr ehrenwert und vermutlich hilft es den Betroffenen, aber mit Change Management hat es in etwa so viel zu tun, wie ein Trittroller mit einem S-Klasse-Mercedes.

Ich habe das Thema mit der jungen Dame nicht weiter vertieft, denn ich wollte ihren Enthusiasmus, getragen von einer großen Portion Sendungsbewusstsein, nicht bremsen. Trotzdem geht mir die Geschichte nicht aus dem Kopf, weil sie symptomatisch ist fĂŒr das, was seit einigen Jahren, und besonders in der letzten Zeit, mit dem Begriff Change Management passiert. Er wird derartig inflationĂ€r benutzt, dass er sich in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr von seinem eigentlichen Inhalt entfernt und völlig verflacht. Jeder macht damit, was er will, missbraucht ihn mitunter sogar.

Endlich ist unsere Studie zur VerĂ€nderungsfĂ€higkeit von Unternehmen in Deutschland fertig geworden (http://www.humanagement.de/news-wissen/fachpublikationen). Als wir sie im 2. Halbjahr 2013 gestartet haben, ging es uns zunĂ€chst nur um die Fortsetzung der im Jahre 2011 begonnenen Untersuchungen. Wir merkten allerdings sehr schnell, dass wir mit der weiterentwickelten Methodik des Change-o-Meters 2.0 eine weitere große Chance hatten: Den Nachweis einer aussagefĂ€higen Kennziffer fĂŒr die VerĂ€nderungsfĂ€higkeit von Organisationen.

Im Teil 1 zu Zeitmanagement 2.0 wurde die aktuelle Situation in unseren Unternehmen und die Auswirkung der Digitalisierung auf die tÀgliche Arbeit der Mitarbeiter betrachtet. In diesem Beitrag stehen nun LösungsvorschlÀge im Mittelpunkt, wie die Unternehmen die Situation der ungeregelten Digitalisierung besser in den Griff bekommen.

Zeitmanagement 2.0 – der Einfluss der Digitalisierung auf unser Leben – ist der Aufriss zu einem Thema, das unsere berufliche und private Welt in weniger als zwei Jahrzehnten auf den Kopf gestellt hat. Es gibt heute Möglichkeiten der Kommunikation (E-Mail), der Information (ERP-Systeme) und der Vernetzung (Internet), die bis vor kurzem undenkbar waren. Aber die Digitalisierung ist nicht nur ein Segen, sondern oft auch ein Fluch. Wir verschwenden heute unendlich viel Zeit, weil wir die segensreichen Möglichkeiten nur zu wenigen Prozenten tatsĂ€chlich nutzen können. Wir sitzen in einem Porsche und können ihn nur im ersten Gang fahren. Und hier kommt das Zeitmanagement 2.0 ins Spiel. Wir brauchen Ideen, um den Porsche auch in den anderen GĂ€ngen fahren zu können.

Sicher haben Sie das auch schon erlebt. Zehn Menschen sitzen in einem Raum, vorn steht einer. Dann erscheint an der weißen Wand die erste Seite der PowerPoint-PrĂ€sentation und – ein Pawlow‘scher Reflex – die Buchstaben verschwimmen vor den Augen der zehn, die Worte verschmelzen zu einem gleichmĂ€ĂŸigen Rauschen. Einer redet, verliest die Fakten an der Wand, und zehn sind in Trance, schauen mit offenen, aber leeren Augen und lassen den Strom der Informationen an sich vorbei ziehen. Am Schluss hebt der Redner die Stimme und verkĂŒndet, was als NĂ€chstes gemacht werden muss. Das hören alle, aber keinen ergreift es. So oder so Ă€hnlich lĂ€uft Kommunikation in vielen FĂ€llen – wir nennen das Einbahnstraßen-Kommunikation. Sie ist der Grund dafĂŒr, dass nicht nur Informationen nicht ankommen, sondern dass sich die Begeisterung der Mitarbeiter fĂŒr Projekte, fĂŒr ihre Aufgaben und die besonderen Herausforderungen in Grenzen hĂ€lt.

Dr. Stefan Fourier in Ideen-Tipps-Trends

Anfang Mai hatte ich Gelegenheit, mit einer Delegation des niedersĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten die TĂŒrkei zu besuchen. Stationen waren Ankara, Konya und Istanbul. FĂŒr mich war diese Reise – wie auch Ă€hnliche Delegationsreisen in andere LĂ€nder zuvor – eine Gelegenheit, die Auswirkungen unterschiedlicher Kulturen auf Unternehmen, auf die Art, sie zu organisieren und darin zusammen zu arbeiten, sowie auf den Umgang mit VerĂ€nderungsdruck und Wandel zu studieren. DafĂŒr bietet die TĂŒrkei ausreichend Stoff.

Dr. Stefan Fourier in Ideen-Tipps-Trends

Industrie 4.0 – eins der neuen Zauberwörter. Auf der Hannover Messe stand das Thema im Mittelpunkt und ich habe diese Gelegenheit genutzt, meinen Überblick ĂŒber das Gebiet zu aktualisieren. Wegen des großen allgemeinen Interesses an Industrie 4.0 möchte ich meine Leser auf drei wichtige Punkte hinweisen und ansonsten empfehlen, sich informiert zu halten, z.B. ĂŒber http://www.mittelstand-digital.de/, http://www.bitkom.org/de/themen/35981.aspx und http://www.plattform-i40.de/

Wir haben mit SummitCRM eine Kontakt- und Kundendatenbank entwickelt, die speziell in kleinen und mittleren Dienstleistungsunternehmen den Vertrieb auf einfache und intuitive Weise unterstĂŒtzt. Mit SummitCRM behalten wir vom Erstkontakt bis hin zum Auftrag alle Kontaktdaten, Notizen, Dateien, Briefe und E-Mails ĂŒbersichtlich an einer Stelle im Überblick und organisieren die Vertriebsarbeit effektiv im ganzen Team. FĂŒr uns und vielleicht auch fĂŒr Sie ein zentraler Baustein bei der erfolgreichen Kundengewinnung und eine sinnvolle Alternative zur selbstgebauten Excel-Datenbank und wild-zerstreuten Dateiablage.

Thomas Fourier in SPOT News

Projektmanagement gehört seit Jahren zum gĂ€ngigen Handwerkszeug in fast jedem Unternehmen. Nun kennt jeder Praktiker Situationen, in denen Projekte in EngpĂ€sse geraten. Es treten AnhĂ€ufungen von gleichzeitig zu erledigenden AktivitĂ€ten auf, die personellen Ressourcen reichen quantitativ und/ oder qualitativ nicht, Kooperationsketten versagen. Der sogenannte kritische Pfad weist eindeutig aus, dass der Endtermin des Projekts nicht mehr gehalten werden kann. An dieser Stelle greift meist – mit Recht – das Top-Management ein und erhöht den Druck auf das Projekt. Gleichzeitig fordert es verstĂ€rktes Reporting. In der Folge solcher Situationen fĂ€llt die Motivation der Mitarbeiter hĂ€ufig unter den Nullpunkt, was wiederum die EngpĂ€sse verstĂ€rkt.

Dr. Stefan Fourier in Ideen-Tipps-Trends

Besprechungen beginnen und enden pĂŒnktlich!
Besprechungsteilnehmer kommen pĂŒnktlich und sind vorbereitet!
Es wird kurz und prÀzise argumentiert und nur ein Teilnehmer spricht!
Alle Besprechungen haben klare Ziele!
Keine Handys!

Solcherart Regeln und Appelle hĂ€ngen in vielen Unternehmen in den MeetingrĂ€umen. Trotzdem nehmen die Klagen ĂŒber zu viele, zu lange und zu wenig effektive Meetings stĂ€ndig zu. Einen Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen Manager und Mitarbeiter aller Ebenen in Meetings. Sie haben das GefĂŒhl, kaum noch zu ihrer eigentlichen Arbeit zu kommen. In manchen FĂ€llen fĂŒhrt das inzwischen schon dazu, dass in den Meetings die Benutzung von Laptops und Smartphones fĂŒr die Bearbeitung von Emails – wenn man gerade nicht in die Diskussion eingebunden ist – erlaubt wird, um die Zeit „sinnvoll“ zu nutzen. Skurril!

Liebe Leser und Leserinnen meines Infobriefes,

die grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr eine FĂŒhrungskraft ist es, wenn sie sich nicht auf einen offiziell legitimierten FĂŒhrungsanspruch, zum Beispiel ein Weisungsrecht oder Disziplinarvollmacht, berufen kann. Dann muss sie ausschließlich als Person wirken, ĂŒberzeugen, gewinnen, auch mal Druck machen. Und das wird umso schwieriger, je niedriger sie in der Hierarchie angesiedelt ist. WĂ€hrend ein Vice President ihm nicht Unterstellte noch mit einiger Leichtigkeit beeinflussen kann, kann das fĂŒr den Shopfloormanager oder fĂŒr einen Projektleiter im Betrieb extrem schwierig werden. Und genau mit diesem Klientel beschĂ€ftigt sich Humanagement bei TeamManagerSupport, einem Programm, welches seit einigen Monaten extrem erfolgreich lĂ€uft. Ulrike Jasper berichtet im nachfolgenden Gastbeitrag ĂŒber einige ihrer Erfahrungen. Es lohnt sich zu lesen.

Von dem Projekt hing wirklich viel ab. Dem gesamten Vorstand war klar, dass eine Verschiebung des Termins der ProdukteinfĂŒhrung pro Monat mehr als 5 Millionen kosten wĂŒrde. Und wenn er die verschiedenen Berichte und PrĂ€sentationen der Verantwortlichen im Steering Committee verglich, dann musste er mit einer Abweichung zum ursprĂŒnglichen Plan von mindestens zwei Monaten rechnen. Sicher war das aber nicht, denn die RĂŒckmeldungen aus dem Projekt flossen zĂ€h und nur auf direkte Nachfrage und waren teilweise widersprĂŒchlich. Der Projektleiter seinerseits war um Optimismus bemĂŒht, obwohl er bei jeder Gelegenheit ĂŒber fehlende Ressourcen klagte. Trotzdem stellte er gegenĂŒber dem Vorstand den Endtermin nie in Frage. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

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