Organisationsentwicklung

Noch geschüttelt von den Auswirkungen der europäischen DSGVO – weniger wegen der inhaltlichen Schwerpunktsetzungen, die eigentlich nichts Neues bieten, sondern von der mit der Umsetzung verbundenen Bürokratie – ergab es sich, dass ich als Mitglied einer Delegation der Unternehmerverbände Norddeutschlands die Europainstanzen in Brüssel besuchte. Diese Reise war ein echtes Highlight und ich konnte eine Menge über die EU und die Brüsseler Bürokratie lernen und mir Gedanken darüber machen, was das für die interne Organisation eines Unternehmens bedeutet. Man kann ja bekanntlich immer etwas lernen, manchmal – wie in diesem Fall – auch das, was man vermeiden muss, wenn man erfolgreich und entspannt arbeiten will.

Haben Sie sich auch schon manchmal die Haare gerauft, wenn Ihre Botschaften, ob schriftlich oder mündlich, bei Ihren Leuten nicht angekommen sind? Oder wenn Kunden oder Vorgesetzte einfach nicht von vorgefassten Meinungen abzubringen sind, obwohl Sie doch stichhaltige Argumente, Zahlen, Daten und Fakten vorbringen? Ich meine nicht die 1:1-Situationen im direkten Gespräch, obwohl auch diese oft eigenartige Resultate zeigen. Ich meine die Kommunikation innerhalb und zwischen ganzen Organisationen, Firmen, Abteilungen und Teams. Wenn Sie das interessiert, dann sollten Sie weiterlesen ...

„Das kann doch nicht wahr sein! Da eiern wir seit Monaten um das Problem herum und jetzt kommen sie, und wir finden in zwei Stunden eine Lösung. Waren wir denn alle völlig vernagelt?“ Dieser Ausbruch meines Gegenübers hatte mich im ersten Moment ziemlich erschreckt, aber dann setzte er ein breites Grinsen auf, reichte mir die Hand über den Tisch und meinte anerkennend, dass ich mein Geld schon wert sei. Wir hatten nämlich gerade ein ziemlich verzwicktes Problem gelöst, für die Firma enorm wichtig, und ich hatte das Management bei der Lösungsfindung unterstützt.

Immer häufiger ertönt der Ruf nach Kulturwandel. 
Was braucht es dazu? An erster Stelle anspruchsvolle Projekte! Sie erzeugen, man kann fast sagen „erzwingen“, so viel Energie, dass Kulturwandel gelingen kann. Nichts ist besser geeignet als eine starke Herausforderung, um die Motivation in der Abteilung oder im ganzen Unternehmen auf ein qualitativ höheres Niveau zu heben, Veränderungen in den Haltungen, im Denken und im Handeln herbeizuführen. Kein Verantwortlicher sollte sich diese Möglichkeit entgehen lassen.

Bei jeder Reise lernt man etwas dazu. Ich habe bei meiner aktuellen Reise etwas Interessantes über Yoga gelernt und dabei festgestellt, dass das auch für Personal- und Organisationsentwicklung gilt.

Viele Konzernbetriebe, Sites oder Standorte stehen vor einem Problem, das im Prinzip für alle gleich ist. Sie müssen die umfangreichen Anforderungen der Konzernzentralen erfüllen. Da werden immer mehr und immer detailliertere Berichte fällig, die dem Informationsbedürfnis von Mitarbeitern der Konzernzentrale dienen. Projekte werden initiiert und vorangetrieben, die für den Konzernbetrieb, der sie nahezu allein abwickeln muss, keinen nennenswerten Nutzen bringen. Die Ressortgewaltigen in den Zentralen fordern eng getaktet Telefonkonferenzen und Präsenzmeetings, um sich über den Fortgang zu informieren.

Das ist mein zweihundertster InfoService Ideen – Tipps – Trends! Zufällig fällt er zeitlich ziemlich genau mit dem 25-jährigen Firmenjubiläum der Humanagement GmbH zusammen. Also ein weiterer Grund, die Schulterklopfmaschine anzuwerfen.

In all den Jahren habe ich mich eigentlich immer nur mit einem Thema beschäftigt, wenn auch in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Mit Komplexität.

Liebe Leserin, lieber Leser meines InfoServices "Ideen - Tipps - Trends",

Sie haben lange nichts von mir gehört!

Dafür gibt es einen guten Grund: Ich nutze – neben allen anderen Verpflichtungen – jede freie Minute für mein neues Buchprojekt. Das Baby heißt „Schlau statt perfekt“. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie wir mit der wachsenden Komplexität, die wir nun einmal nicht verhindern können, besser zurechtkommen.

Diskussionen über Unternehmenskultur verlaufen oft nebulös. Es gibt auf diesem Feld zu wenig „ZDF“: Zahlen – Daten – Fakten. Deshalb werden viele Worte gemacht, denen zu wenige konkrete Taten folgen.

Die Ermittlung des Changeindex beruht auf 30 Einschätzungen, die für ein Unternehmen bzw. einen Unternehmensbereich zu bestimmten, die Veränderungsfähigkeit in Teilaspekten charakterisierenden Merkmalen vorgenommen werden müssen. Die eine Hälfte dieser Einschätzungen bezieht sich auf Stabilitätsmerkmale (z.B. Regelung der Verantwortlichkeiten, Sicherheit des Arbeitsplatzes, robuste Prozesse), die andere auf Flexibilitätsmerkmale (z.B. Lernbereitschaft der Mitarbeiter, Informationsfluss, operative Änderungen).

Kürzlich berichtete mir eine junge Dame ganz stolz, dass sie jetzt auch Change Management anbietet. Auf mein interessiertes Nachfragen stellte sich heraus, dass sie Menschen bei der Veränderung ihrer Ernährungsgewohnheiten hilft. Das ist ja nun sicher sehr ehrenwert und vermutlich hilft es den Betroffenen, aber mit Change Management hat es in etwa so viel zu tun, wie ein Trittroller mit einem S-Klasse-Mercedes.

Ich habe das Thema mit der jungen Dame nicht weiter vertieft, denn ich wollte ihren Enthusiasmus, getragen von einer großen Portion Sendungsbewusstsein, nicht bremsen. Trotzdem geht mir die Geschichte nicht aus dem Kopf, weil sie symptomatisch ist für das, was seit einigen Jahren, und besonders in der letzten Zeit, mit dem Begriff Change Management passiert. Er wird derartig inflationär benutzt, dass er sich in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr von seinem eigentlichen Inhalt entfernt und völlig verflacht. Jeder macht damit, was er will, missbraucht ihn mitunter sogar.

Endlich ist unsere Studie zur Veränderungsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland fertig geworden (http://www.humanagement.de/news-wissen/fachpublikationen). Als wir sie im 2. Halbjahr 2013 gestartet haben, ging es uns zunächst nur um die Fortsetzung der im Jahre 2011 begonnenen Untersuchungen. Wir merkten allerdings sehr schnell, dass wir mit der weiterentwickelten Methodik des Change-o-Meters 2.0 eine weitere große Chance hatten: Den Nachweis einer aussagefähigen Kennziffer für die Veränderungsfähigkeit von Organisationen.

Im Teil 1 zu Zeitmanagement 2.0 wurde die aktuelle Situation in unseren Unternehmen und die Auswirkung der Digitalisierung auf die tägliche Arbeit der Mitarbeiter betrachtet. In diesem Beitrag stehen nun Lösungsvorschläge im Mittelpunkt, wie die Unternehmen die Situation der ungeregelten Digitalisierung besser in den Griff bekommen.

Zeitmanagement 2.0 – der Einfluss der Digitalisierung auf unser Leben – ist der Aufriss zu einem Thema, das unsere berufliche und private Welt in weniger als zwei Jahrzehnten auf den Kopf gestellt hat. Es gibt heute Möglichkeiten der Kommunikation (E-Mail), der Information (ERP-Systeme) und der Vernetzung (Internet), die bis vor kurzem undenkbar waren. Aber die Digitalisierung ist nicht nur ein Segen, sondern oft auch ein Fluch. Wir verschwenden heute unendlich viel Zeit, weil wir die segensreichen Möglichkeiten nur zu wenigen Prozenten tatsächlich nutzen können. Wir sitzen in einem Porsche und können ihn nur im ersten Gang fahren. Und hier kommt das Zeitmanagement 2.0 ins Spiel. Wir brauchen Ideen, um den Porsche auch in den anderen Gängen fahren zu können.

Heute kann ich meinen monatlichen Infobrief kurz halten, denn die Inhalte für den Monat September haben wir auf Video aufgenommen. Wenn Sie diesem Link http://tinyurl.com/ooquotr folgen, erfahren Sie alles Wissenswerte. Außerdem können Sie ein wirklich gut gemachtes Video genießen.

Seiten